Eraser

Eraser entfernt Dateien von der Festplatte, sodass sie ohne größten Aufwand nicht mehr wiederherstellbar sind.

Wichtige Grenzen

Das Programm vertraut darauf, dass das Betriebssystem die Daten wieder an die selbe Stelle schreibt. Sollten die Daten an eine andere Stelle geschrieben werden oder in einem Cache fest hängen, hat das Programm nicht die erwünschte Wirkung. Dies tritt unter anderem bei folgenden Umständen auf: In diesen fällen müssen andere Werkzeuge benutzt werden oder der Datenträge muss physikalisch zerstört werden.
Sprache:C
Version: 1.1
GitHub:github.com/drsemmler/Software/tree/main/lib_bb_liste
Download:Eraser.zip (22 KB)
Download der kompilierten Software:
Eraser.exe (29 KB; Win95 oder höher)
Eraser (22 KB; Ubuntu)
Bedienung: Eraser wird über die Kommandozeile bedient. Benutze folgendes Schema:
Eraser -rd Datei1.doc Datei2.test "Datei mit Leerzeichen.xxy" Ordner1
löscht die drei oben angegebenen Dateien und den Ordner.
Wenn dir die Kommandozeile nicht zusagt, kannst du die zu löschenden Dateien (keine Ordner) per Drag & Drop auf das Programm ziehen.
Kompilierung unter Linux: make all kompiliert das Programm
make install kompiliert das Programm und legt die kompilierte Version in dem Ordner /bin ab. (Administratorrechte erforderlich)
make uninstall Macht die installation rückgängig. (Administratorrechte erforderlich)
Tipps:
  • Unter Windows kann man das Programm schneller aufrufen, wenn man eine Verknüpfung im Kontext-Menü anlegt.
  • Falls du die Datei Eraser.exe in dein Windows-Verzeichnis kopierst, hast du mit der Eingabeaufforderung überall Zugriff darauf.
  • Um den C-Code unter Unix / Linux kompilieren zu können, musst du dir die conio.h und conio.c in dein Include-Verzeichnis legen und die Anweisung 'system("PAUSE");' in der 25. Zeile löschen.
Optionen:
-h--help Zeigt die Hilfe an und beendet das Programm.
-b--blocksizeGrößeÜberschreibt immer ein Vielfaches der angegebenen Größe. (Standard = 4096 Byte)
-m--method MethodeJedes Zeichen steht für einen Überschreibvorgang.
0 bis F steht für das entsprechende 4 Bit Muster,
r für Pseudozufällige Daten. (Standard = 5Ar0)
-s--success BefehlFührt Befehl nach erfolgreichem Überschreiben aus.
-f--fail BefehlFührt Befehl aus, falls das Überschreiben nicht erfolgreich war.
-d--delete Löscht die Dateien von der Festplatte (Standard)
-n--nodelete Überschreibt die Dateien lediglich
-r--recursive Löscht komplette Unterordner
Funktionsweise: Alle Blöcke der zu löschenden Datei werden zunächst mit den Bit-Mustern 010101... und 101010... überschrieben, anschließend mit zufällig generierten Zahlen und zuletzt mit Nullen. Das Muster lässt sich mit der Option -m ändern.
Grenzen: Das Programm vertraut darauf, dass das Betriebssystem die Daten wieder an die selbe Stelle schreibt. Sollten die Daten (z.B. wegen eines defekten Festplattensektors oder aus welchem Grund auch immer) an eine andere Stelle geschrieben werden oder in einem Cache fest hängen, hat das Programm nicht die volle Wirkung.
Weiterhin sollte man darauf achten, wenn man eine verschlüsselte Partition benutzt, dass eine große Anzahl von Nullen die Sicherheit der Verschlüsselung nicht gefährdet.